Ψ Landart

Die Grundidee stammt von Margret Find, die die Umsetzung allerdings nicht mehr erleben sollte. Sie hatte solche Wochenenden im Wendland erlebt In Kirchlinteln wurde das Projekt dann von Kurt Hoffmann, Peter Bohlmann, Heiner Gerken und Heiner Kemna, sowie Heiko Wedemeyer und anderen Mitstreitern realisiert.

Kunst in der Landschaft gibt es seid Beginn von Kunst Kultur Kirchlinteln, sprich 2010. Der Wittorfer Schäfer Heiner Gerken stellt dafür seine Weide zur Verfügung. Was entstand, war etwas Skurriles: Der verrostete riesige Tankdeckel vom inzwischen verschrotteten Tank der alten Molkerei in Schafwinkel fand sich dort ebenso wieder wie eine Grasfläche – belegt mit alten Fliesen. Ein Tunnel aus Stahl und Wolle wurde aufgestellt und die unheimlich großen, imposanten Kunstwerke von Heiner Kemna. „Da hatte ich im Wald zwei Fichten entdeckt, die eine verkrüppelte Krone hatten. Die habe ich aneinandergesetzt und so eine Windharfe geschaffen“, erklärt der Hiddinger. Leider viel diese im vergangenen Jahr dem Wind zum Opfer. Aber ein Nachfolgekunstwerk wird dort entstehen.

Kemna betreibt neben seiner Kunst auch Waldwirtschaft. Und dazu ist er viel zwischen seinen Bäumen unterwegs. Immer mit einem Blick für das Außergewöhnliche. Und so stieß er irgendwann auch auf die ungewöhnlich gewachsene Bäume. „Der s-förmige Schlenker im Stamm entsteht, wenn der Kieferntriebknospenwickler die jungen Bäume anpiekst, um seine Eier hineinzulegen. Das hindert das gerade Wachstum und der Baum treibt seitlich weiter. Weil er dann aber wieder in die Senkrechte wachsen will, ergeben sich die typischen Bögen. Für die Holzwirtschaft seien solche Bäume eigentlich nicht zu verwerten. Aber für die LandArt Künstler unbedingt brauchbar. Lassen sie sich auch in diesem Jahr überraschen und erleben sie LandArt in Schafwinkel und in Sehlingen.